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Meditation

Was versteht man darunter?  
Meditationstechniken sind in vielen Kulturkreisen entwickelt worden. Aus medizinischer Sicht sind sie sinnvoll um Alltagsstress und Hektik abzubauen und zur inneren Ruhe zu finden. Das Wort "Meditation" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Nachsinnen". Eine der bekanntesten Meditationsformen stammt aus dem indischen
Yoga. Dabei sitzt der Meditierende mit übergeschlagenen Beinen im so genannten Lotussitz. Eine weitere Technik ist z. B. die Zen-Meditation. Auch Tai Chi oder Qigong enthalten meditative Elemente.

Zwar haben so gut wie alle meditativen Techniken auch eine körperliche Entspannung zur Folge, aber das ist nicht ihr eigentliches Ziel. Daher unterscheiden sich Meditation und Entspannungsverfahren (z. B.
Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training) in ganz wesentlichen Punkten: Die Körperhaltung bei der Meditation ist nicht entspannt, sondern eine gewisse Körperspannung ist immer erwünscht. Außerdem soll nicht wie häufig bei Entspannungsverfahren einer bestimmten Körperempfindung oder der Atmung nachgespürt werden. Im Gegenteil, Ziel der Meditation ist vielmehr ein Loslösen vom Körper. Sie strebt den Zustand einer "gedanklichen Leere" an. Meditation ist in ihrer höchsten Stufe ein Zustand jenseits des Denkens, ein "Zustand reinen Bewusstseins ohne Inhalt". Wichtig ist auch, dass Sie Meditation nicht im "Schnellverfahren" erlernen können. Oft dauert es Monate, bis sich der angestrebte höhere Zustand des Bewusstseins einstellt.

Manche Meditationen arbeiten mit einem sogenannten Mantra. Das ist ein Wort oder eine Silbe, den man sich innerlich vorsagt oder vorstellt. Dadurch soll das Bewusstsein abgelenkt werden und der Meditierende wird veranlasst, nach innen zu spüren.

Wie wirkt die Therapie? 
Im Zustand der Meditation sollten Reize von außen weitgehend ausgeschaltet werden. Dieser Rückzug aus dem Alltagsleben sorgt für Ruhe und Entspannung. Das kann bei vielen teilweise psychosomatisch bedingten Erkrankungen wie Bluthochdruck oder chronischen Magen-Darm-Beschwerden sinnvoll sein. Auch in der Psychotherapie wird auf bestimmte Formen der Meditation zurückgegriffen. So können beispielsweise depressive Patienten unter Anleitung eines geschulten Therapeuten durch Meditation aus ihrem depressiven Gedankengeflecht herausfinden. Ängste, Suchtverhalten und Phobien können durch Meditationen ebenfalls positiv beeinflusst werden.

Ganz allgemein stärkt Meditation das Selbstwertgefühl, fördert die innere Ruhe und Harmonie sowie die Gelassenheit im Alltag. Auch die geistige Leistungsfähigkeit kann aus einer inneren Einkehr gestärkt hervorgehen.

Allerdings lassen sich diese Ziele nur erreichen, wenn regelmäßig geübt wird. Empfohlen wird meist eine Übungsdauer von 30 Minuten täglich, möglichst zur selben Tageszeit und am selben Ort. Kurzfristige Erfolge sind selten. Hier eignen sich Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung besser.

Rezepte zum Selbermachen 
In die richtige Meditationstechnik lassen Sie sich am besten in einem Seminar oder einem Kurs, zum Beispiel an der Volkshochschule, einweisen.

Übung zur inneren Einkehr
Setzen Sie sich auf ein nicht zu weiches Kissen und überkreuzen die Beine, wie im "Schneidersitz". Der Rücken ist gerade und aufrecht, die Hände ruhen auf den Knien, Daumen und Zeigefinger können einander berühren. Ihr Atem geht leicht. Die Augen sind nicht geschlossen, sondern das Lid ist nur leicht herabgesunken. Richten Sie Ihren Blick auf einen Gegenstand in der Nähe oder auf den Boden. Ihre innere Konzentration richtet sich auf die Region unterhalb des Bauchnabels. Versuchen Sie, aufkommende Gefühle und Gedanken nicht zu beachten. Falls Ihre Aufmerksamkeit abschweift, versuchen Sie sie wieder auf die Bauchnabelregion hinzulenken.


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